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Drehnaer informierten zum bevorstehenden MX-Fest

Drehnaer informierten zum bevorstehenden MX-Fest

Dass der Saisonauftakt des ADAC MX Masters beim MSC Fürstlich Drehna regelrecht zelebriert wird, ist eine lange und ebenso gute Tradition. 2018 wird dieser am 21. und 22. April auf dem anspruchsvollen Tiefsandkurs „Rund um den Mühlberg“ über die Bühne gehen. Eine ebensolche Tradition ist die Durchführung einer Pre-Event-Pressekonferenz im Vorfeld des Motocross-Festes der Extraklasse. Gut drei Wochen vorm Fallen des ersten Startgatters informierte bei diesem Pressegespräch unter anderem der Clubchef Christian Lehmann über den Stand der Vorbereitungen.
Er sagte: „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, alle sind wieder am Anschlag. Wir haben auch wieder ein paar neue Sachen vorbereitet. Zum Beispiel brauchten wir eine neue Streckenabnahme, so dass wir uns gedacht haben, es ist mal wieder an der Zeit, etwas Neues zu probieren und haben die Strecke etwas umgebaut. Zudem haben wir uns mit Hilfe der Sparkasse Elbe-Elster eine temporäre Sitztribüne angeschafft, die den Fans bei der Veranstaltung ohne Zusatzkosten zur Verfügung stehen wird. Ich denke, das wird auch die Zukunft sein.“
Dazu fügte der aus Sachsen kommende Rennleiter Christoph Kunze an: „Ich werde hier zum 14. Mal als Rennleiter im Einsatz sein, bin also quasi schon ein Einheimischer. Da es in diesem Jahr im ADAC MX Masters vier statt drei Klassen mit je zwei Rennen gibt, ist der Zeitplan natürlich noch voller gepackt. Somit ist noch mehr Action garantiert. Mit über 270 Einschreibungen in den vier Klassen insgesamt, davon über 70 in der Masters-Klasse, erfreut sich die Serie nach wie vor großer Beliebtheit. Auch dadurch ist ein Besuch der Rennen jedem nur zu empfehlen.“
Seitens der Hauptakteure standen die Club-Eigengewächse Maximilian Spies und Richard Stephan Rede und Antwort. Dabei sagte der zuerst genannte 14-Jährige aus Ortrand, der in der neuen Klasse ADAC MX Junior Cup 125 an den Start gehen wird: „Für mein Heimrennen habe ich mir dieses Mal vorgenommen, in die Top 10 zu fahren. Wenn es besser laufen sollte und ich aufs Podium fahren könnte, hätte ich auch nichts dagegen. Natürlich werde ich alles dafür tun, muss aber noch ein bisschen ruhiger an die Sache herangehen. Da habe ich mich im vorigen Jahr manchmal selbst zu heiß gemacht und dann Fehler begangen. Neben dem ADAC MX Masters bestreite ich noch die komplette Motocross-EM, die sich allerdings mehrmals mit der DM 125 überschneidet. Somit sieht es wohl eher schlecht aus, dass ich hier meinen 2. Platz von 2017 verbessern kann. Dennoch denke ich, dass wir wieder um die 20 Rennen bestreiten werden.“
Ehrgeizige Ziele verfolgt auch der ein Jahr jüngere Saalhausener im ADAC MX Junior Cup 85, der sich folgende Worte entlocken ließ: „Ich war im vorigen Jahr ganz neu und einer der Jüngsten im ADAC MX Junior Cup und hatte mich zumindest zwei Mal für die Rennen qualifiziert. Das will ich in diesem Jahr regelmäßig schaffen und dann natürlich auch in die Punkte fahren. Echt toll wäre natürlich, wenn mir das schon bei meinem Heimrennen im April gelingen würde, was ich anstrebe. Ich will mich weiter verbessern und permanent um Podestplätze kämpfen.“
Des Weiteren waren die Club-Mitglieder Christian Brockel und Dennis Schröter anwesend, wenngleich diese seit Ende letzten Jahres bzw. schon ein paar Jahre nicht mehr als aktive Motocrosser ins Geschehen eingreifen. Dennoch konnten beide ebenfalls einiges Interessantes zum Thema beitragen. So erinnerte sich Christian Brockel an sein planmäßig letztes Heimrennen vor Jahresfrist: „Ich wollte noch einmal, wie 2015, hier aufs Podium, wurde aber einmal in den Startcrash verwickelt und bin im zweiten Lauf ins Motorrad eines vor mir gestürzten Fahrers hinein gekracht. Ich hatte dann aber vor den vollen Rängen einen tollen Empfang, was ziemlich unter die Haut ging. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Jetzt bin ich der typische Hobby-Fahrer, zumindest wenn das Wetter passt. Außerdem engagiere ich mich als Nachwuchs-Trainer und habe viel Spaß dabei. Beim Rennen werde ich auf jeden Fall wieder vor Ort sein. Wahrscheinlich wird es dann wieder kribbeln in mir.“
Einen sprichwörtlichen Steinwurf von der Rennstrecke entfernt in Crinitz ist der Ex-Motocrosser und inzwischen zehnfache deutsche Enduro-Meister Dennis Schröter zu Hause, der sich mit positiven Gefühlen an seine Rennen in auch seinem Sandkasten erinnerte: „2010 war meine letzte Motocross-Saison, und in Drehna zu fahren war immer etwas Besonderes für mich. Man hat sich allerdings gerade bei seinen Heimrennen immer selbst zuviel Druck gemacht und vor den eigenen Fans 150 statt 100 Prozent gegeben. Nach 20 Minuten war dann der Stecker raus, aber es waren trotzdem immer tolle Rennen für mich und jetzt noch schöne Erinnerungen. Was der relativ kleine Klub hier immer wieder auf die Beine stellt, ist wirklich enorm. Nachdem ich das in der Vergangenheit etwas habe schleifen lassen, möchte ich mich zukünftig wieder etwas mehr einbringen. Noch habe ich einen ziemlich vollen Terminkalender, aber ewig werde ich auch nicht mehr Enduro fahren können.“
Wie wichtig die Veranstaltung für die Region ist, erläuterte Marten Frontzek, der als persönlicher Referent des terminlich verhinderten Landrates des Landkreises Elbe-Elster, Christian Heinrich-Jaschinski, vertrat, mit folgenden Worten: „Das Motocross in Fürstlich Drehna ist das Sportevent in unserem Landkreis schlechthin. Es wird ja von uns und auch der Sparkasse Elbe-Elster schon seit vielen Jahren begleitet. Der Landrat war ja früher einmal selbst ein aktiver Fahrer und ist von daher eng mit der Veranstaltung verbunden. Er hat also auch ein persönliches Interesse, dass das Motocross weiter fortgeführt wird. “
Stellvertretend für die engagierten Sponsoren führte der Marketingverantwortliche der Sparkasse Elbe-Elster, René Stolpe, aus: „Wir hatten im November letzten Jahres wieder unser Jahresgespräch mit Christian Lehmann und Marcel Rentsch vom MSC Fürstlich Drehna und waren kurz und knackig nach zehn Minuten mit dem Thema Fortführung der Unterstützung für 2018 durch. In einer noch kürzeren Zeit hat unser Chef, Jürgen Rieke, dem Projekt, mobile Tribüne vom Lausitzring zu kaufen, zugestimmt. Es gibt kein größeres Sportereignis in der Region, so dass wir unseren Teil dazu beitragen möchten, dass das noch lange so bleibt und dass der Verein weiter gut wirtschaften und zusätzliche Einnahmen durch die Vermietung der Tribüne generieren kann.“
Torsten Torner von der Torner Baumaschinen GmbH betonte in diesem Rahmen: „Wir sind seit vielen Jahren, familiär bedingt, mit dem Motorsport verbunden. Uns liegt vor allem der Sport und die Jugend hier in der Region am Herzen, dass die vom Computer wegkommen und sich ein bisschen in der freien Welt mit etwas Sinnvollem engagieren. Ich denke, da sind sie beim Motocross und dem MSC Fürstlich Drehna gut aufgehoben.“
Weitere Informationen gibt es hier auf der Website sowie auf www.adac.de/mx-masters.

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